Die neue Interviewreihe – heute mit Daniel Weiß

Nachdem unser Vorstandsvorsitzender Wolfgang Brünnler uns letzte Woche Rede und Antwort stand, so dürfen wir Euch heute das Interwiev mit Daniel Weiß dem Spielführer der 1.Mannschaft präsentieren.

Viel Spaß dabei.

 

Hallo Daniel, wichtigste Frage vorweg: wie geht es Dir und deiner Familie?

Bei uns sind alle noch in bester Verfassung und soweit geht es uns gut, danke der Nachfrage.

 

Momentan ist es für alle eine ungewohnte Zeit. Wie erlebst Du diese Zeit?

Es ist definitiv sehr ungewohnt und natürlich auch für mich etwas völlig Neues. Ich bin generell sehr unternehmungslustig und durch die aktuelle Situation bleiben viele schöne Aktivitäten weitgehend auf der Strecke. Ich hoffe, dass sich die Erde bald wieder in die richtige Richtung dreht.

 

Als Kripobeamter arbeitest Du nach wie vor. Erstmals vielen Dank für deinen Einsatz und auch Danke an alle, die in dieser Zeit tagtäglich ihr Bestes für uns geben. Wie sieht denn so dein aktueller Tagesablauf ohne den Fußball aus?

Genau, mit kleineren Einschränkungen gehe ich meiner Arbeit „normal“ nach, wodurch einem, nicht wie bei anderen Berufsgruppen im Home Office, die Decke auf den Kopf fällt. Ansonsten versuche ich das zum größten Teil schöne Wetter auszunutzen, treibe Sport, chille im Garten und werfe auch mal den Grill an, wie es sich gehört.

 

Keiner weiß wie und wann es mit dem Fußball weitergeht. Es wird viel diskutiert und einige Szenarien ausgemalt. Was würdest Du dir wünschen?

Eigtlich bin ich es leid mich an Diskussionen um die verschiedenen Szenarien zu beteiligen. Letzten Endes wird die notwendige und womöglich richtige Entscheidung getroffen, auf die wir keinen Einfluss haben. Ich werde es nehmen wie es kommt aber hoffe natürlich, dass zumindest noch ein paar Spiele dieser Saison gespielt werden können, auch um unseren Abgängen wie Almir oder Benny, einen Abschied zu bereiten, den sie verdienen! Weiterhin wäre es natürlich schön, wenn etwaige Lockerungen zumindest ein Mannschaftstraining in Kleingruppen ermöglichen, wie es in der Bundesliga nun schon wieder praktiziert wird. Ich denke, dass dies auch in den unteren Liegen möglich wäre.

 

Du hast die Einschränkungen ja bereits erwähnt. Mannschaftstrainingseinheiten dürfen deshalb momentan ja nicht stattfinden. Wie hältst Du dich persönlich fit? Gibt es einen Trainingsplan?

Nun generell treibe ich ja schon seit dem Kindesalter Sport. Auch in den Pausen liege ich nicht nur auf der faulen Haut. So gehe ich meistens Joggen und sorge für Abwechslung durch Krafttraining, Radfahren, Skaten und dergleichen… Ein spezieller Trainingsplan wurde uns nicht an die Hand gegeben aber was ich so mitbekomme, halten sich viele eigenständig auf ähnliche Art und Weise fit. Wenn es morgen wieder los ginge, wäre ich zumindest konditionell bereit.

 

Aufgrund des Trainings- und Kontaktverbots müsst ihr aktuell auf die allseits bekannten „(Manu)“-Weizen-Runden nach den Spielen oder Trainingseinheiten in unserem schönen Sportheim Wie ist die Mannschaft momentan untereinander in Kontakt? Gibt es Trainings – oder Weizenkonferenzen? Wie ist die Stimmung im Team?

Da ein guter Zusammenhalt in unserer Mannschaft herrscht und mir der Verein und die Jungs über Jahre ans Herz gewachsen sind, vermisse ich natürlich auch diese Art der Geselligkeit, ganz klar. Also von Weizenkonferenzen im größeren Stil habe ich persönlich noch nichts mitbekommen aber über diverse Gruppen in WhatsApp oder anderen Social Media Plattformen sind wir gut verknüpft und regelmäßig in Kontakt. Da machen dann auch einige gefüllte Gläser zum Anprosten aus der Ferne die Runde. Von daher denke ich, dass die Stimmung gut ist und aber jeder das runde Leder sowie die „Eckchen“ à la Dominik Jost vermisst. Durch unser Video konnten wir auch nochmals zeigen, dass wir doch irgendwie miteinander verbunden sind.

 

Zum Glück konnten ja ein paar Spiele in der Saison 2019/2020 absolviert werden. Wie hast Du die Spiele als Spielführer erlebt?

Als Absteiger aus der Verbandsliga hatten mit Sicherheit einige große Erwartungen an die erste Mannschaft, die wir jedoch nicht gänzlich erfüllen konnten. Dies ist meiner Meinung nach zum einen darauf zurückzuführen, dass wir mit einem relativ dünnen Kader in die Saison gestartet sind und zum anderen auf Verletzungen gewisser Leistungsträger, die das ganze natürlich weiter erschwerten. Dies zieht sich dann auch durch bis zur zweiten Mannschaft, von der einige Spieler den Kader der Ersten dann auffüllen müssen, wodurch diese ebenfalls wieder geschwächt wurde. Hinzu kommt, dass der Verein mit dem Start der zweiten Mannschaft in der Bezirksliga ohnehin vor einer großen Herausforderung stand. Grundsätzlich ist es für mich als Spielführer jedes Mal eine Ehre, meine Freunde aufs Feld zu führen und mit ihnen gemeinsam um Punkte zu kämpfen. Ich versuche natürlich, die Jungs und auch mich nicht nur in gut laufenden Phasen zu motivieren, wobei dies nicht immer gelingt und auch mal die Fetzen fliegen, was völlig normal ist. Generell denke ich aber, dass ich diese Position, nicht nur auf dem Platz, recht gut ausführe. Die bisherige Saison verlief durchwachsen. Sollte diese noch zu Ende gespielt werden, haben wir weder mit dem Ab-, noch mit Aufstieg etwas zu tun und ich denke, so eine Spielzeit darf es auch mal geben. Nächstes Jahr sieht die Welt vielleicht wieder anders aus.

 

Auch wir hoffen, dass die Welt bald wieder anders aussehen wird und das runde Leder wieder rollt. In diesem Sinne vielen Dank für das Gespräch. Was gibst Du unseren vielen Spielerinnen/Spielern, Trainern, Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern, ehrenamtlichen Helfern und allen treuen Freunden der Spielvereinigung Einöd-Ingweiler in dieser Zeit mit auf den Weg?

Standhaft bleiben und durchhalten! Ich freue mich darauf, bald hoffentlich alle wieder gesund und munter auf und neben dem Sportplatz begrüßen zu können. Es wird sicherlich ein geiles Gefühl für uns alle sein ! Bis dahin, Heja SVE !