SVE INSIDE – 10 Fragen an Lars Knobloch

Hallo Lars, erstmal wie geht es Dir und Deiner Familie?
Zunächst vielen Dank für die Nachfrage zu meinem Befinden und dem Befinden meiner Familie. Mir geht es soweit gut. Auch meine Lebensgefährtin und meine kleine Tochter sind wohl auf.

Im Sommer hast Du die Nachfolge unseres ehemaligen Trainers Almir Delic angetreten. Wie kam es dazu? Warum hast Du dich für Einöd entschieden?
Während meiner aktiven Fußballlaufbahn, hatte ich die Vereine in meinem Umfeld immer im Blick. Dabei ist mir die SpVgg. Einöd-Ingweiler als kontinuierlich gut geführter Verein stets aufgefallen. Der Verein hat in früheren Jahren Spieler herausgebracht, die sich in höherklassigen Mannschaften etablieren konnten. Auch die vorzügliche Jugendarbeit des Vereins ist mir nicht verborgen geblieben. So gesehen, ist es mir sehr leicht gefallen, dass Angebot aus Einöd anzunehmen.

Vor kurzem hast Du deinen Vertrag nun auch für die kommende Saison verlängert. Nach wenigen Spielen wurde die aktuelle Saison leider ja wieder unterbrochen. Wie ist dein Fazit der ersten Monate von Dir im neuen Amte?
Mein Eindruck hat mich nicht getäuscht, denn ich wurde bei der SpVgg. sehr gut aufgenommen. Ich  bin auf eine sehr kompetente und engagierte sportliche Leitung getroffen, die mir den Trainereinstieg sehr erleichtert hat. Des Weiteren habe ich eine sehr junge ausbaufähige Mannschaft vorgefunden, mit der mit Sicherheit noch einiges Positive erreicht werden kann.

Ich bin mir sicher, dass, wenn alle Mann an Bord sind, wir in der Landesliga eine gute Rolle spielen können. Ich persönlich wäre froh, wenn es bald wieder losgehen würde.

Wie geht man als Trainer mit solch einer momentanen Situation um?
Nachdem der Spielbetrieb auf Eis und die persönlichen Kontakte lahm gelegt sind, bleibt ja nichts anderes übrig, als abzuwarten. Allzu gern würde ich aber bereits morgen wieder zu den normalen Abläufen zurückkehren.

Wie sieht dein Alltag ohne Fußball in dieser Zeit aus?
Hält man sich als Trainer auch irgendwie fit?Neben meiner beruflichen Tätigkeit, habe ich natürlich jetzt mehr Zeit um mich um meine Familie zu kümmern. Besonders meine kleine Tochter genießt es sehr, dass der Papa jetzt vermehrt mit ihr zusammen sein kann. Was meine Fitness anbelangt, so habe ich mit Beginn des Jahres,  das Lauftraining forciert und bin jetzt drei- bis viermal pro Woche damit beschäftigt Gewicht zu reduzieren und die Kondition zu stärken. Hierzu bietet der in unmittelbarer Nähe zu meiner Wohnung gelegene Jägersburger Weiher ja ideale Voraussetzungen.

Was treibst du gerne in deiner Freizeit außerhalb des Fußballplatzes?
Wie gesagt, fordert mich die Familie und jetzt auch vermehrt meine sportlichen Aktivitäten.

Wie man in den Statistiken sieht, warst Du ja auch selbst mit Ball am Fuß unterwegs. Erzähl doch mal etwas über Dich. Wie bist du zum Fußball gekommen? Was waren deine Stationen? Was war dein besonderes Karrierehighlight?
Da ich ja aus einer Fußballerfamilie stamme (Vater und Onkel spielten Ende der 60er und in den 70er Jahren für die ASV Kleinottweiler in der damaligen 1. Amateurliga und später noch einige Jahre in der höchsten Saarländischen Amateurklasse (Verbandsliga)), war ich schon von Kindesbeinen an mit dem Fußball unterwegs. Zunächst in der Jugend des FSV Jägersburg und der ASV Kleinottweiler, hat es mich dann als B-Jugendlicher nach Reiskirchen gezogen, bevor ich in der A-Jugend zum FC Homburg gewechselt bin. Beim FC Homburg bin ich dann auch im aktiven Bereich geblieben. Zunächst bei den „Amateuren“, bevor dann der damalige Trainer der 1. Mannschaft Uli Sude aufgrund meiner Trefferquote auf mich aufmerksam wurde. Gleich im ersten Spiel in der Regionalliga, sind mir im Heimspiel gegen Preußen Münster drei Treffer gelungen, was mich auf die Titelseite der Bild-Zeitung gebracht hat. Ein weiteres Highlight war natürlich das Spiel in der 2. Bundesliga gegen den damaligen Aufsteiger in die 1. Bundesliga, den FC St. Pauli.

Nachdem ich ein Angebot des 1. FC Kaiserslautern ausgeschlagen hatte, bin ich dann kurzfristig zur SV Elversberg gewechselt. Da ich eine Ausbildung beginnen wollte, war mir ein Halbprofitum zu viel, weshalb ich nach Reiskirchen  in die Landesliga gewechselt bin und mit dem SV prompt den Aufstieg in die Verbandsliga geschafft habe. Später bin ich dann nach Jägersburg gewechselt und konnte mich auch dort erfolgreich einbringen. Nach einem dreijährigen erfolgreichen Gastspiel bei meinem Heimatverein ASV Kleinottweiler, habe ich dann meine erste Trainerstation beim FSV Jägersburg angetreten. 

Was hast Du aus deiner Fußballerkarriere mitnehmen können?
Die Freude am Fußballsport ist ungebrochen. Ich habe in meiner sportlichen Laufbahn viele nette Menschen kennengelernt und mit den meisten verbindet mich noch heute ein freundschaftliches Verhältnis. Dies weiß ich zu schätzen und möchte es nicht missen. Während meiner aktiven Zeit, hatte ich auch viele gute Trainer, die mich sehr geprägt haben. Das Beste aus diesen Erfahrungen versuche ich nun meiner Mannschaft zu vermitteln und hoffe, dass ich damit Erfolg habe.

In Einöd fürchtete man sich immer wenn man Dein Name auf dem Spielberichtsbogen las. Welche Erinnerungen hast Du an die Spiele gegen Einöd?
Natürlich ehrt es mich sehr, dass ich bei der Spielvereinigung so gefürchtet war. Ob die Furcht letztendlich begründet war kann ich nicht beurteilen. Ich kann aber so viel sagen, dass die Einöder immer fair und sportlich aufgetreten sind und uns alles abverlangt haben.

Zum Schluss ein kurzer Blick in die Zukunft: Was sind Deine sportlichen und privaten Ziele, die Du noch erreichen möchtest?
Was meine Zukunftsperspektiven anbelangt, so wünsche ich mir vor allen Dingen viel Gesundheit für alle die ich kenne. Sportlich möchte ich mit der SpVgg. Einöd-Ingweiler den bestmöglichen Erfolg haben und am Jahresende auf eine gute Zeit zurückblicken können.

Vielen Dank Lars für die Einblicke in und um deine Trainer- und Spielerkarriere. Wir wünschen Dir natürlich auch viel Gesundheit und hoffen, dass wir uns bald wieder auf dem Sportplatz sehen.

Zum Schluss haben wir für Euch noch ein kleines Entweder – Oder- Spiel mit den Antworten von unserem Trainer: