Die Spielvereinigung Einöd-Ingweiler eV betreibt – wie länglich bekannt – offenbar eine hervorragende Jugendarbeit im Fußball. Anders läßt es sich auch nicht erklären, dass in der aktuellen Saison 11 Jugend-Mannschaften mit mehr als 200 aktiven Kindern und Jugendlichen beim Saarländischen Fußballverband gemeldet sind.
Dass es zur Betreuung und Ausbildung dieser Kinder und Jugendlichen auch viele Trainer ( mit und ohne Lizenz), Betreuer und Helfer bedarf, muss darüber hinaus nicht gesondert erwähnt werden. 24 sind es an der Zahl, die sich derzeit in der Jugendabteilung der Spielvereinigung ehrenamtlich hierfür einbringen und dabei ungemein viel Engagement und Herzblut mitbringen müssen. Ganz zu schweigen von der Freizeit, die sie hierfür opfern. Und nochmals, die Damen und Herren, Jungs und Mädels tun dies ehrenamtlich. Zumindest ist dies bei den Einödern so. Bedauerlicherweise müssen diese Ehrenamtler inzwischen auch – analog wie in der Schule – Aufgaben im Erziehungsbereich übernehmen, die eigentlich dem Elternhaus zuzuordnen wären.
Sogenannte selbsternannte Trainer außerhalb des Platzes gibt es ja zuhauf, ob im Amateur – oder Profifußball und natürlich auch im Jugendbereich. Trainer, die Aufstellungen, Ein- oder Auswechselungen in Frage stellen und im Zweifel sogar aus eigener Sicht der vermeintlich bessere Trainer als der wirkliche wären. Das ist im Fußball und sicherlich auch in anderen Sportarten sicherlich nichts Neues und gehört daher schon fast zur Tagesordnung.
Inakzeptabel wird es allerdings, wenn „ echte“ Trainer, Betreuer und Helfer unglaublicherweise sogar an ihrem Arbeitsplatz oder auf dem Sportgelände verbal und fast körperlich von dritter Seite angegangen, wenn nicht gar bedroht werden. Wenn dann nicht vorhandene Gründe, wie geringe Spielzeiten oder sogar Ausgrenzung als Berechtigung für einen solchen „Angriff“ angeführt werden, dann wird es mehr als problematisch, dann ist die Toleranzschwelle sicherlich überschritten.
Dies war auch die Meinung der Vereinsführung der Spielvereinigung, die in einem aktuellen Fall jetzt die Reißleine ziehen wollte. „Wir stehen nicht nur voll und ganz hinter unseren Ehrenamtlichen, wir müssen diese auch in Ausübung ihrer Tätigkeit vor Schaden bewahren. Lediglich die Intervention des betroffenen Trainers hat das Aussprechen eines Trainings- und Spielverbots mit der Aufforderung eines Vereinswechsels für einen Jugendlichen verhindert“ so die Verantwortlichen auf Nachfrage. „ Bedauerlich ist dabei immer, dass es den Jugendlichen trifft, der im Zweifel die geringste Schuld an den Ursachen eines solchen Verbots hat, im konkreten Fall aber keine andere Handlungsweise zugelassen hätte.“ Da der Angriff nicht vom Jugendlichen oder seiner Familie ausging, sondern dem weiteren Umfeld derselben zuzuorden war, wurde der Intervention des Trainers entsprochen. Der Vorstand hat allerdings unmißverständlich zu verstehen gegeben, dass ähnliche oder gleichartige Vorgänge nicht geduldet und zukünftig entsprechend geahndet werden.
Weitergehende Ausführungen erhielten wir hierzu nicht.
Wie uns auf Nachfrage mitgeteilt wurde, sind die Kapazitäten im Jugendbereich derzeit bei der SpVgg weitestgehend ausgeschöpft und daher wird wohl in Kürze eine Aufnahmesperre für Kinder und Jugendliche für den Trainings-und Spielbetrieb ausgesprochen werden. Gründe hierfür sind neben fehlender Platzkapazitäten aber vor allem ds Fehlen von Ehrenamtlichen, die bereit sind, die zu Beginn genannten Aufgaben und Funktionen im Jugendbereich zu übernehmen.
„ Wir müssen und werden diejenigen, die sich dennoch diesen Aufgaben stellen, schützen“, so der Vorstand „ und im Zweifel bei künftigen derartigen Vorgängen mit den vorbeschriebenen Maßnahmen reagieren“.

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